Netztaucher

Erkenntnisse eines Netzbewohners

Loomax MP3-Player reanimiert!

Hinterlasse einen Kommentar


Ich habe letztens von meinem Bruder (Timo) seinen MP3-Player „Loomax S310“ bekommen. Zur Reparatur so zu sagen. Das Gerät hatte bei jedem Windows-PC immer nach der Erkennung einen E/A-Gerätefehler verursacht. Reproduzierbar. Erkennung als SigmaTel USB-Device funktionierte noch, aber der Zugriff auf das Dateisystem scheiterte und der Autoplay-Dialog brach ab. Beim Klick auf Wechseldatenträger im Explorer kam dann immer der berühmte E/A-Gerätefehler.
Die Firma Loomax ist übernommen worden und hat zum Support der alten Geräte eine Seite eingerichtet: Loomax2002-2004 (Seite gibt es nicht mehr). Dort ist neben der beigelegten CD und ein paar Infos aber nur eine Software namens RenameIT zum Sortieren der MP3s zu finden.
Die einzige Lösung für das fehlerhafte Verhalten, so entdeckte ich im Netz, wäre ein defekter Flash-Speicher. Das schien mir aber sehr unwahrscheinlich, da der Player die bisher auf ihn kopierten Songs noch tadellos abspielte.
Nun bin ich leider kein Linux-Guru, aber ein Test mit einem anderen Betriebssystem schien es wert, ausprobiert zu werden:
Ich hatte noch eine Knoppix-Live-CD herumliegen, was ich jedem nur empfehlen kann. Findet sich auch gerne als Beilage auf Heft-CDs/DVDs von Computerzeitschriften.
1. Erfolgsmeldung: Der Player wurde nicht nur erkannt, er wurde auch ausgelesen.
Nun konnte ich schon mal den Inhalt retten (der nicht nur aus MP3-Dateien bestand). Kurz auf dem Desktop zwischengespeichert und dann auf meinen USB-Stick gesichert. Unter meinem Knoppix musste ich den Stick dazu erst mit „Lese+Schreibmodus ändern“ von schreibgeschützt auf schreibbar umstellen.
Dann mein letzter Streich: Ich formatierte den MP3-Player unter Knoppix/Linux und versuchte ihn so zu reanimieren. Ein normales „xterm“ (so etwas wie die Eingabeaufforderung) reicht für so etwas Heikles, wie das Formatieren nicht aus. Man muss als admin bzw. root arbeiten. Bei Knoppix erkannte man das deutlich an der grünen Schrift auf schwarzem Hintergrund (statt normal schwarz auf weiß). Mit

fdisk /dev/sda1

konnte man nun die Partitionen einsehen und ein

makefs -t vfat /dev/sda1

erstellt ein neues FAT-Dateisystem auf dem Stick/Player. (Wenn der Stick/Player anders gemountet wird, dann natürlich was anderes als sda1.) Das schien alles gewesen zu sein. Komisch. Nach langen Stunden im Netz war es dann doch recht simpel…
Ein letzter Test, wieder unter Windows, belegte den Erfolg:
Der Stick/Player wurde einwandfrei erkannt und lief tadellos!

[Update: 26.06.2007]
Ein wunderbares Programm zum Lösen von USB Problemfällen ist der USB Drive Letter Manager!

Autor: Torsten

Webworker, Moderator im deutschen WordPress.com Supportforum und lebendiges Videoformate-Lexikon.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s