Netztaucher

Erkenntnisse eines Netzbewohners

Abzocke im Internet

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Aus aktuellem Anlass eine innige Warnung an alle Internet-Nutzer:

  • Achtet auf das Kleingedruckte!
  • Lasst euch nicht mit Gewinnspielen ködern!


Firmen, die hinter den Web-Angeboten von Lebenserwartung.de, Namen-und-Ahnen.de oder Genealogie.de stecken (bewusst nicht als Link eingebaut!), bauen darauf, dass es genügend Unwissende gibt, die einfach bezahlen, wenn eine Rechnung ins Haus oder in die Mailbox flattert. „Habe ich wohl nicht aufgepasst …“

Schaut man sich die beiden zuletzt genannten Webseiten an, dann ist bis auf den ausgetauschten Schriftzug alles genau gleich. Nur die Preise unterscheiden sich. Einmal möchten Sie 60 EUR haben, das andere Mal 89 EUR. Gleiche Firma, gleiches Produkt, zwei Preise? Das kann nur unseriös sein.

Beschwerden, Anfragen, Hinweise werden mit einem absolut gleich lautenden Textbaustein beantwortet. Widerruf nicht möglich. Man könne die 01805-Nummer anrufen (14 Cent/Minute!). Wahrscheinlich könnte man auch einen Witz oder „blablub“ als Mail hinschicken. Am unpersönlichen Textbaustein („Sehr geehrte Frau/Herr .“) würde das wohl nichts ändern.

Eine Google-Suche fördert alle möglichen Hinweise und Tipps zum Umgang mit diesen Anbietern. Fazit: Ignorieren. Denn alle Urteile habe bisher gezeigt, dass es nicht rechtens ist die Preise nur in den AGB zu verstecken. Noch mehr Präzedenzfälle will niemand schaffen. Alle Briefe (Mahnung, Inkasso-Firma, negativer Schufa-Eintrag) sind Drohgebärden. Nicht zahlen, nicht anrufen. Maximal einen Muster-Antwortbrief als Mail schicken. Ausnahme: Wenn Post vom Anwalt kommt, sollte man auf jeden Fall antworten. Am besten mit einem eigenen Anwalt, der auf so etwas spezialisiert ist. Wer sich unsicher ist, sollte die für ihn zuständige Verbraucherzentrale aufsuchen, den Musterbrief als Einschreiben mit Rückschein verschicken und Freunde, Familie und Bekannte fragen und informieren.

Schweigen nützt nur den Firmen. Aus dem eigenen Fehler können andere noch lernen! Also „spread the word“, erzählt es weiter, damit diese Firmen nicht davon leben können, dass immer noch viele Unvorsichtige bezahlen.

Ich empfehle zur eigenen Absicherung noch die folgenden Musterbriefe der „ct“ (Computerzeitschrift aus dem heise-Verlag):
http://www.heise.de/ct/07/20/098/default.shtml

Autor: Torsten

Webworker, Moderator im deutschen WordPress.com Supportforum und lebendiges Videoformate-Lexikon.

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