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Erkenntnisse eines Netzbewohners

OpenDocumentFormat für Word und Alternativen

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Ich hasse es Microsoft Word-Dateien zu bekommen. Aus mehreren Gründen: Zum Einen die Makro-Viren und andere Sicherheitsrisiken, aber vor allem die Frechheit der Versender, mich zu nötigen ein bestimmtes Programm zu besitzen, damit ich diese Datei öffnen kann.

Jetzt kommen findige Hardcore-Open-Source-Anhänger natürlich auf die glorreiche Idee das Ganze umgekehrt zu machen und fangen an .sxw-Datein und .odt-Dateien zu versenden. Großartig. So war das nicht gedacht. Für den Austausch zwischen Betriebssystemen und über verschiedene Software-Hersteller gibt es das Rich-Text-Format. Zwar sind komplexe Layouts damit nicht möglich, aber meist sind die Texte auch gar nicht so kompliziert und obwohl RTF auch von Microsoft ist, ist das Format im Falle eines Austausch für für den Einsatzzweck richtig gewählt. Plumpes Microsoft-Bashing ist hier nicht zielführend. (PDF ist zwar auch für den Austausch gedacht, aber die Bearbeitung ist nicht mehr möglich, daher lasse ich es hier mal außen vor.)

Aber was ist zielführend? Oder: Was ist das Ziel? Auf jeden Fall das Verhindern eines Word-Monopol. Sicher ist es wichtig für OpenOffice.org das Word-Dateiformat lesen und schreiben zu können, aber so kann jeder Word-Nutzer weiter seine .doc-Dateien versenden, ohne dass auffällt, dass es ein Sicherheitsrisiko ist, dies zu tun! Mal abgesehen von der Unverfrorenheit …

Die Kette müsste umgekehrt werden und dankenswerterweise gibt es ein Team, dass sich genau darum kümmert. Ein Add-In für MS-Word, um Word das OpenDocument-Format beizubringen: Der OpenXML/ODF-Translator.

Aber wie schon geschrieben: Niemand soll gezwungen werden eine bestimmte Software zu benutzen. Weder OpenOffice.org noch MS Word. Ich möchte keine über 100 MB große Office-Suite herunterladen, um dann festzustellen, dass in der Datei nur ein billiger Text steht, der genauso gut in einer Mail hätte stehen können (und sollen!). In so einem Fall reicht ein schlichter Betrachter: Zum Beispiel der Textmaker Viewer 2008. Nur knappe 5MB groß und liest neben den alten und neuem OpenOffice.org-Format, auch MS Word-Dateien, RTF, das eigene TextMaker-Format und noch ein paar.

So ausgerüstet sollte der Austausch zwischen den Systemen klappen. Und eine Bitte: Für einen simplen Text braucht es keine Textverarbeitungs-Datei. Eine E-Mail tut es auch.

Autor: Torsten

Webworker, Moderator im deutschen WordPress.com Supportforum und lebendiges Videoformate-Lexikon.

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