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Social Spots zum Thema Kinderarmut

3 Kommentare


[Update: 20.02.2009] Rasmus hat den zweiten Platz gemacht!

Rasmus Greiner („Sandzeit“, „Was denkt man, wenn“) hat für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers einen Social Spot zum Thema Kinderarmut gedreht. Es befinden sich fünf Spots mit ihm im Rennen. Abstimmen kann man unter folgender Seite:
http://www.evlka.de/zukunftsgestalten/

Meine persönlichen Beurteilungen der Filme möchte ich euch nicht vorenthalten:
Spot Nummer 1 kommt von einem alten Bekannten aus Hannover. Martin Bargiel („Trauerspiel“) hat mit seinem Spot „Finn und Tom“ einen schönen Spot über das Spenden und Helfen gedreht. Doch das gestellte Thema „Kinderarmut“ hat er nicht recht getroffen. Die Kinder spielen etwas zu gestelzt, die Texte wirken vorgesagt und treffen nicht ganz den richtigen Ton. Dafür ist die bildliche Umsetzung seiner Botschaft sehr schön gelungen und passend zum Claim.
Meine Wertung: gut

Rasmus‘ Spot trägt den Titel „Tagträume“. Ein Junge am Tisch, Musik von Andre Matthias und eine Pointe die sowohl im Bild als auch auf Textebene funktioniert. Der Claim am Ende bezieht sich, als einziger Spot!, explizit auf das gestellte Thema „Kinderarmut“. Der Schauspieler macht seine Sache gut. Insgesamt ist es für mich der beste Spot. Filmisch sicherlich einfacher als manch anderer Spot, dafür aber in der Idee und Umsetzung uneingeschränkt gelungen.
Meine Wertung: hervorragend

Von Anniki Lee stammt der dritte Spot. Die Bilder sind wunderschön aufgenommen und auch die Kinder spielen sehr gut, aber der Spot krankt an zwei Problemen: Zum Einen ist durch den Titel („Wir sind die Zukunft“) schon zu erahnen, dass es ein Vorbild für den Spot gibt. Die „Du bist Deutschland“-Kampagne ist durchaus erkennbar. Problematischer ist jedoch, dass auf der Bildebene nichts passiert. Wir sehen Portraits und hören Berufswünsche. Nur durch die Einblendungen („Überdosis mit 21?“) ergibt sich die Brechung und damit der Sinn des Spots. Da hätte ich mir eine filmischere Idee gewünscht.
Meine Wertung: mittelmäßig

„Puppet“ von Sonja Polligkeit ist für mich völlig rätselhaft. Diesen Spot habe ich schlicht nicht verstanden.
Meine Wertung: schlecht

Robert Schulzmann toppt mit seinem Spot „Das Geldmonster“ dann jedoch noch den negativen Eindruck von „Puppet“. Die Kinderarmut mit dem Geldmonster zu erklären mag kindgerecht sein, doch stellt sich hier die Frage, wer wohl die Zielgruppe für den Spot sein soll? Aber selbst, wenn wir diesen Aspekt ausblenden ist die Geldmonster-Geschichte zu witzig (Soundeffekte!), um dem ernsten Thema gerecht zu werden.
Meine Wertung: schlecht

Mein persönlicher Favorit ist daher „Tagträume“ von Rasmus Greiner:

P.S.: Wer auch abstimmt kann auch Preise gewinnen … ;-)

Autor: Torsten

Webworker, Moderator im deutschen WordPress.com Supportforum und lebendiges Videoformate-Lexikon.

3 thoughts on “Social Spots zum Thema Kinderarmut

  1. Moin,

    ich teile Deine Einschätzung fast punktgenau. Ich finde es ein bisschen merkwürdig, dass tatsächlich nur ein einziger Spot das Thema wirklich trifft. Und besonders bizarr finde ich, dass ausgerechnet die älteste und vermutlich erfahrenste Filmemacherin (Laut Filmemacher-Bio 30 Jahre alt) den unverständlichsten Film gemacht hat.

  2. Mhm, kann mich euch nicht anschließen!

    Ich halte „Finn und Tom“ für den besten der Filme! Hier fühle ich mich immer noch am emotionalsten angepsrochen! Und KInder können nun mal nicht sonderlich besser schauspielern. Dafür ist es schon echt gut!

    Die Musik im „Kreativitäts“-Spot allerdings ist toll! Der werd ich mal hinter her googeln!

  3. Ich finde, dass bei „Finn und Tom“ das Thema Kinderarmut nicht klar genug wird. Es ist sehr allgemein gehalten. Die Idee geht eher in die Richtung „Gemeinsam sind wir stark“, „Alle können helfen“, „Auch kleine Beiträge helfen“, etc. – das passt wunderbar als Spot zum Spenden allgemein, aber das Problem „Kinderarmut“ hat Martin Bargiel damit leider nicht getroffen. Darum finde ich den Spot von Rasmus Greiner einen Tick besser.
    Der Komponist von dem Spot ist übrigens in meinem Beitrag verlinkt. Du brauchst Google gar nicht bemühen … ;-)

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